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  • Mehmet Battal

Active Sourcing

Neben der bekannten Recruiting-Maßnahme von Stellenanzeigen, wird heutzutage oft aktiv nach potenziellen Kandidaten gesucht: Active Sourcing. Die aktive Suche kann sowohl offline als auch online stattfinden, wobei aufgrund der Digitalisierung letzteres an mehr Wichtigkeit gewonnen hat. Das Ziel von Active Sourcing ist die direkte Ansprache von Kandidaten, um ihnen die Stellenangebote anzubieten. Durch die gezielte Suche soll der perfekte Kandidat identifiziert und anschließend kontaktiert werden.


Offline kann die Suche zum Beispiel auf Jobmessen oder bei Workshops stattfinden, aber wird eher als sehr zeitaufwändig gesehen. Aus diesem Grund tendieren die meisten Unternehmen zur Direktansprache von Kandidaten online. Die typischen Plattformen dafür sind soziale Medien, Lebenslaufdatenbanken und Businessplattformen.


Selbstverständlich gibt es auch beim Active Sorucing verschiedenen Methoden und Kanäle, die eingesetzt werden können.


Im Folgenden werden einige vorgestellt:


Profile Mining: Dies wird bevorzugt auf Business-Plattformen wie z.B. Xing oder LinkedIn eingesetzt. Das Such-Können ist bei dieser Methode wichtig, da die Plattformen Algorithmen einsetzen. Die Suchanfragen müssen daher strukturiert und professionell erfolgen.


Social Media: Abgesehen von den Business-Plattformen, kann auch bei Active Sourcing auf soziale Medien zurückgegriffen werden. Dabei ist nur zu beachten, dass es eine sehr große Masse an Profilen gibt und es daher schwierig wird diese einzugrenzen, um die sinnvollste Entscheidung zu treffen.


Talentpools: Hierbei handelt es sich um Profile von qualifizierten Bewerber*innen, die in der Datenbank eines Unternehmens hinterlegt sind. Diese Datenbank bietet notwendige Informationen bezüglich Fachkräfte, für die es bis zu dem Zeitpunkt noch nicht die passende Stelle gab. Dabei handelt es sich beispielsweise um ehemalige Praktikanten*in oder Bewerber*innen. Durch diese Methode müssen nicht erneut Stellenausschreibungen geschaltet und auf geeignete Bewerber*innen gewartet werden. Somit können die Unternehmen auf bereits vorhandene Verbindungen zurückgreifen und dabei effektiv Zeit sparen.


Schlussfolgernd bieten diese Methoden Vor- und Nachteile für die Unternehmen sowie Kandidaten. Die Kandidaten haben weniger Stress, da sie nicht durchgehend ihre Bewerbungsunterlagen anpassen und an unzählige Unternehmen verschicken müssen. Jedoch kann es auch sein, dass Kandidaten ihre Profile nicht gut oder vollständig darstellen und somit keine oder wenige Angebote erhalten.


Für Unternehmen wird eine hohe Zugänglichkeit geboten und sie können an Zeit sparen. Zusätzlich kann an Kosten gespart und auch versteckte Talente aufgedeckt werden, die sich selbst nicht beworben hätten. Jedoch können einige dieser Vorteile auch zu Nachteilen werden, da es beispielsweise Methoden gibt, die viel Zeit in Anspruch nehmen oder einen hohen Arbeitsaufwand mit sich bringen. Aus diesem Grund muss abgewogen werden, welche Methode am effizientesten und geeignetsten für das jeweilige Unternehmen ist. Um die vorhandenen Nachteile abzuschwächen, kann die Nutzung verschiedener Methoden und Quellen hilfreich sein.






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